WEE-WEF : Weltbund für Erneuerung der Erziehung - World Education Fellowship
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5. Schlußwort

Ich denke, daß die vorliegende Arbeit deutlich zeigt, was mit TZI bewirkt und verändert werden kann. Ruth Cohn will, daß die Menschen lernen, mit ihren Problemen und Konflikten umzugehen und nicht die "heile Welt" ohne Streit und Mißverständnisse vorzuspielen. Ihr ist es gelungen, die Ecolianer und die Mehrzahl der Mitarbeiter für ihre Theorie zu interessieren und davon zu profitieren. Dabei sollte man aber klar erkennen, daß dieser Erfolg, die Früchte des TZI-Modells, den günstigen Voraussetzungen, in der Ecole d'Humanité vorhanden sind, zu verdanken sind. Im Gegenteil zu staatlichen Schulen, legt die Schule in Goldern großen Wert auf die Individualität der Kinder, verpönt den 45- Minuten Takt und einen für alle verbindlichen Stoff-und Stundenplan. Außerdem beruht das Verhältnis zwischen den Jugendlichen und den Mitarbeitern auf Vertrauen und Respekt, da sie in "pädagogischen Familien" zusammenleben und gelernt haben, Verantwortung für die anderen zu übernehmen und zu tragen. Dennoch gibt es auch dort "TZI- Ablehner", die diesem Modell skeptisch gegenüber stehen.

Für mich, die später an einer staatlichen Schule unterrichten wird, stellt sich die Frage, ob ich später auch mit TZI arbeiten möchte. Leider muß man die Tatsache akzeptieren, daß die Bedingungen an solchen Schulen nicht so optimal sind. Erstens fehlt den Pädagogen oft die Zeit, zweitens ist das Schüler- Lehrer- Verhältnis nicht immer freundschaftlich und vertrauensvoll.

Dennoch bin ich der Ansicht, daß sich auch in der Schule lohnt. Ich habe zahlreiche Aufsätze von den Lehrern, die mit TZI Erfahrungen gesammelt haben, gelesen und dabei festgestellt, daß sich der Aufwand auf jeden Fall bezahlt macht.

Sie erleben, daß dieses Kommunikationssystem sich sehr positiv auf das Zusammenleben in der Klasse auswirkt und außerdem ein besseres Lehrer- Schüler- Verhältnis hervorruft. Die Lehrerrolle bekommt eine andere Dimension: sie ist keine befehlende, unterdrückende und allwissende Autorität. Ich hoffe, daß die berufsmäßige TZI- Ausbildung in den Pädagogischen Hochschulen und den Universitäten integriert und innerhalb der normalen Studienzeit realisiert werden wird.

École d'Humanité
& TZI


HP: École d'Humanité


Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Das Modell der Themenzentrierten Interaktion

2.1 Anliegen der Themenzentrierten Interaktion

2.2 Methodik
2.2.1 Das Prinzip der dynamischen Balance
2.2.2 Das Ich
2.2.3 Das Wir
2.2.4 Das Es
2.2.5 Der Globe

2.3 TZI- Axiome
2.3.1 Existentiell- anthropologisches Axiom
2.3.2 Ethisch- soziales Axiom
2.3.3 Pragmatisch- politisches Axiom

2.4 Die Postulate
2.4.1 Das erste Postulat
2.4.2 Das zweite Postulat

3. Paul Geheeb und die Ecole d'Humanité in der Schweiz

3.1 Von der Odenwaldschule zur Ecole d'Humanité

3.2 Erziehung zum Frieden. Koedukation, Schülermitbestimmung und Demokratie, Internationalität
3.2.1 Die Erziehung zum Frieden
3.2.2 Koedukation
3.2.3 Schülermitbestimmung und Demokratie
3.2.4 Internationalität

3.3 Die Ecole d'Humanité heute- eine enorm politische Schule
3.3.1 Das Kurssystem
3.3.2 Individualisierender Lehrplan
3.3.3 Familiensystem

4. Ruth Cohns Arbeit in der Ecole d'Humanité

4.1 Die Entscheidung, in der Ecole d'Humanité zu arbeiten
4.2 Der erste Eindruck

4.3 Ruth Cohn TZI- Arbeit
4.3.1 Die Bearbeitung des Dachthemas: Tradition, Reformation in der Ecole
4.3.2 Die Veranstaltung eines Drei- Tage- Workshops
4.3.3 Ecole d'Humanité- eine TZI- Schule?
4.3.4 Armin Lüthi über Ruth Cohns Arbeit

5. Schlußwort

6. Literaturverzeichnis