Archiv der Kategorie: Nachrichten

Keinen Bann!

Bevor er Nobelpreisträger wurde und die ganze europäische Hautevolee der Physik um sich versammelte, musste der dänische Physiker Niels Bohr an der Kopenhagener Universität eine Aufgabe lösen.

Er präsentierte dort eine Lösung, die in die Geschichte einging. Der Prüfer fragte den Studenten: „Beschreiben Sie bitte, wie man die Höhe eines Wolkenkratzers mit Hilfe eines Barometers feststellen kann.“ Darauf antwortete Bohr: „Sie befestigen ein langes Stück Schnur am Rand des Barometers und lassen das Barometer dann vom Dach des Wolkenkratzers zum Boden hinunter. Die Länge der Schnur plus die Höhe des Barometers entspricht der Höhe des Gebäudes.“ Der Professor und sein Beisitzer waren entrüstet und ließen Bohr durch die Prüfung fallen. Dieser beschwerte sich, denn seine Antwort sei ja richtig gewesen. Der Beschwerde wurde stattgegeben, allerdings mit der Einschränkung, dass seine Antwort sich nicht dazu eignete, sein physikalisches Wissen unter Beweis zu stellen. Also wurde ihm die Frage erneut vorgelegt, und Bohr brütete, solange es die Zeit zuließ. Er hob den Kopf und sagte, dass er auf verschiedene Lösungen gekommen sei und er natürlich nicht wissen könne, welche der Lösungen nun von ihm erwartet würden.

Die Ungeduld wuchs, und so legte er schließlich los: Man könne das Barometer vom Dach des Hochhauses werfen und die Zeit stoppen, bis es auf dem Grund aufschlägt. Nach der Beschleunigungsformel h = 1/2 * g * t2 bekomme man die Höhe, habe dann allerdings das Barometer geopfert. Bei Sonnenschein könne man aber auch die Höhe des Barometers und dessen Schatten messen, um dann den Schattenwurf des Hochhauses abzuschreiten. Über den Strahlensatz komme man zur gesuchten Hochhaushöhe. Bohr setzte fort: Wissenschaftlicher aber sei es, das Barometer an einer Schnur vom Dach zum Grund pendeln zu lassen. Die Höhe folge der Formel der gravitationalen Wiederherstellungskraft: T = 2pi2. Und Bohr trieb es noch weiter: „Sicher hat das Gebäude eine Feuertreppe an der Fassade. Da könnte man das Barometer wie einen Zollstock jeweils abtragen.“

Erst ganz zum Schluss lieferte Bohr, was die Prüfer hören wollten: „Die langweiligste, die orthodoxe Lösung wäre, mit dem Barometer den Luftdruck auf dem Dach des Wolkenkratzers und auf dem Boden zu messen und aus dem Unterschied die Höhe des Gebäudes abzuleiten.“ Und damit war Niels Bohr nicht fertig: Er würde eine andere Lösung vorziehen, denn man solle ja seinen verstand benutzen und den einfachsten Weg wählen. Folglich würde er beim Hausmeister nach der Höhe des Gebäuses fragen und ihm zum Dank das Barometer schenken,

Auf sechsfache Weise findet Bohr die Lösung und zeigt damit, dass es nicht die einsame Methode gibt, die zum Ziel führt, sondern dass es gerade die Vielfalt, der ganze Blumenstrauß aus Möglichkeiten ist, der auf verschiedenen Wegen zum Ziel führt. So entsteht ein Wissensgebäude, dessen Wände sich gegenseitig stützen und nicht alles auf einer einzigen Säule ruht. Goethe hätte übrigens auch den dänischen Prüfern, die nur die eine Barometerlösung hören wollten, widersprochen: „Man lege sich als Naturforscher keinen Bann auf!“, betonte er und ermutigte uns dazu, ‚mannigfaltige‘ Wege zu beschreiten.

Wer sich nur an eine Art zu fragen, zu suchen, zu verstehen zulassen will, wird früher oder später auf ein Phänomen treffen, das er mit seiner Art zu forschen nicht verstehen – ja, vielleicht ger nicht bemerken wird. Doch je vielfältiger und bunter die Arten sind, in denen man die Rätsel der Welt zu verstehen bereit ist, umso vielfältiger und bunter kann sie erscheinen.

Autor: Wolfgang Held
Veröffentlicht in a tempo 04/2017 S. 10, die welt wahrnehmen
Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Held.
Zusatz in a tempo: Wolfgang Held studierte Pädagogik und Mathematik. Er ist Beauftragter für Kommunikation am Goetheanum, verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift ‚Das Goetheanum‘ und Autor zahlreicher Bücher. Im März erschien sein aktuelles Buch: ‚So kommt das Neue in die Welt‘ [ISBN 978-3-7725-2876-7]

Berlin Rebel High School

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser neuer Kino-Dokumentarfilm BERLIN REBEL HIGH SCHOOL wird am 11. Mai bundesweit im Kino starten.

Er handelt von einem einzigartigen Schulprojekt: Ein Gymnasium, das von seinen eigenen Schülerinnen und Schülern verwaltet wird. Ohne Noten, ohne Leistungsdruck und Zwang organisieren sie ihre Schule selbst – und das erfolgreich, seit über 40 Jahren.

Der Film ist als bester Dokumentarfilm für den Deutschen Filmpreis 2017 nominiert und erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“ von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.

BERLIN REBEL HIGH SCHOOL eignet sich sehr gut als Diskussionsgrundlage über unser Schulsystem und bietet den Schüler*innen eine wichtige Möglichkeit ihren Schulalltag zu reflektieren.

Darüber hinaus gibt der Film einen spannenden Einblick in das Leben dreier ehemaliger Schulabbrecher und zeigt, wie viel Potential in jedem einzelnen Menschen steckt, wenn das schulische Umfeld stimmt.

Auch für Lehramtsstudierende und Lehrer*innen eignet sich BERLIN REBEL HIGH SCHOOL als Anschauungsobjekt. Aus diesem Grund würden wir uns freuen, wenn Sie den Film schon im Vorfeld in Ihren Verteiler nehmen und bekannt machen.

Herzliche Grüße,

Alexander Kleider
(Regisseur)

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Neue wiss. Arbeit: Denise Francis Hermann

Denise Francis Hermann (2016): Entwicklung kindlicher Identität in der Grundschule auf der Basis des künstlerischen Projekts „Meine Lebenswelt und ich“ unter Einbezug Viktor Frankls Vorstellung zur Persönlichkeitsentwicklung im Kindesalter

Der Beitrag steht als Kurzfassung mit Einleitung, Zwischenfazits und Schlussfazit, als PDF und als Volltext zur Verfügung. Mit dieser Möglichkeit besteht die Option, ihn in alle Sprachen des Translators übersetzen zu lassen.

Im Rahmen dieser Arbeit klärt Denise Francis Hermann, wie sich Identität und Persönlichkeit in der Phase der Kindheit entwickeln. Dabei geht sie der Frage nach, inwieweit im schulischen Kontext Persönlichkeit und Identität unterstützt werden können. Bei der praktischen Durchführung des Kunstprojekts Meine Lebenswelt und ich beobachtet sie anhand des künstlerischen Schaffens der Kinder, inwieweit sich die Persönlichkeit und Identität im den Prozessen und den fertigen Werken widerspiegelt.

Elisabeth Rotten (1926): Die Entfaltung der schöpferischen Kräfte des Kindes

Bericht der Dritten Internationalen Pädagogischen Konferenz des Internationalen Arbeitskreises für Erneuerung der Erziehung in Heidelberg vom 2. – 15. August 1925
herausgegeben im Namen des Arbeitsausschusses der Konferenz und der Deutschen Mittelstelle des Arbeitskreises von Elisabeth Rotten
Herausgeberin von „Das Werdende Zeitalter“, Organ des Internationalen Arbeitskreises für Erneuerung der Erziehung
Leopold Klotz Verlag – Gotha 1926

In Heidelberg, an der dritten Internationalen Pädagogischen Konferenz – die erste Konferenz war vom 2. – 15. August in Calais mit gut 100 Teilnehmern aus einem dutzend Ländern, auf ihr wurde der Weltbund gegründet, die 2. Konferenz fand 1923 in Montreux statt, mit ca. 300 Mitgliedern aus ca. 20 Ländern – nahmen ca. 500 TeilnehmerInnen aus 28 Ländern teil.

Inhalt

Die Entfaltung der schöpferischen Kräfte im Kinde. Von Elisabeth Rotten (S. 1)

Meine Heimschule. Von Direktor Bakule (S. 6)

Die Befreiung der schöpferischen Kräfte, dargestellt am Beispiel der Musik. Von Heinrich Jacoby (S. 24)

Die Erhaltung der schöpferischen Kräfte durch Erziehungskunst. Von Albrecht L. Merz (S. 32)

Psychologie des schöpferischen Bewußtseins. Von M. E. Marcault (S. 34)

Psychologische Typen in der Kindesentwicklung und in der Menschheitsentwicklung. Von Adolphe Ferriére (S. 38)

Welche Faktoren bestimmen die Freilegung der Interessen. Von Decroly-Hamaïde (S. 41)

Die Philosophie der neuen Erziehung. Von H. Overstreet (S. 44)

Lehrstoff und Methoden in der neuen Erziehung. Von Gertrude Hartmann (S. 45)

Wort und Ton in der fröhlichen Schule. Von Eugenie Schwarzwald (S. 46)

Probleme und Problematik der neuen Schulversuche. Von Wilhelm Lamszus (S. 49)

Erziehung ist Leben Von Matietta Johnson (S. 52)

Die Ausbildung der sittlichen Persönlichkeit des Kindes in der Ecole des Roches. Von M. Georges Bertier (S. 54)

Bericht über die Ausstellung. Von Gertrude Princus. (S. 56)

Ein Wort über die neuen jüdischen Schulen in Polen. Von Israel Rubin (S. 57)

Berichte:

  • Lehrertätigkeit mit achtjährigen Kindern in der Lincolnschule von Teachers’College. New York 1924-25. Von Katharine L. Keelor (S. 58)
  • Die Umwandlung von Kleinkinderschulen. Von Miss. Mackinder (S. 59)
  • Die Ziele der Farmhaus-Schule. Von Isabel Fry (S. 60)
  • Zeichnen und Draa in der Schule. Von Charlotte Mannheimer (S. 61)
  • Praktische Ziele als Stützen der Schularbeit. Von Martha M. Nemes (S. 62)
  • Die „Palas Athene“-Bewegung in Holland. Von J. H. Bolt (S. 63)

Verzeichnis von Aufsätzen und Berichten (S. 64)

Hein Retter und Erich Weniger – die Sichtweise des Weltbundes

Hein Retter – Jahrgang 1933 – ist kein ‚verbiesterter Schreiberling‘, der Erich Weniger am Zeug flicken will. Auch wenn er selbst eingesteht, dass er der Tradition der ’schwarzen Betrachtungsweise‘ gefolgt ist, muss man klar sehen, dass Erich Weniger in seinen Sätzen Auffassungen formuliert hat, die ihm wirklich nicht zur Ehre gereichen. (Retter, Hein (1988): Einige Reflexionen zum Thema „Erich Weniger und die Militärpädagogik“ Zitate und Statements nach Durchsicht der Tagungsunterlagen zum Erich-Weniger-Symposium 28.-30.10.88 in Gifhorn)

Im Forschungsbericht von Benjamin Ortmeyer der Johan Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt von 2008 wird der Befund von Hein Retter von 1988 erweitert und bestätigt. (Ortmeyer, Benjamin (2008) Erich Weniger und die NS-Zeit, Forschungsbericht der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M.)

Erich Weniger ist von 1931 – 1933 in der konstituierenden Sitzung 1931 Weltbundes für Erneuerung in der Erziehung (WEE), der deutschen Sektion des World Education Fellowship (WEF), als Vorsitzender etabliert worden. Weitere Mitglieder im Vorstand wurden Carl Heinrich Becker (Berlin, preussischer Kulturminister Minister a. D.), Julius Gebhard (Hamburg Erziehungswisenschaftler (Honorarprofessor), Robert Ulich (Dresden), Leo Weismantel (Markbreit/M.).

War unbekannt, dass Erich Weniger „dass er 1919/20 (in der Reichswehr, Einfübung JG) ‚im Stabe Noske‘ als ‚Propagandaoffizier‘ eingesetzt war.“ (Ebenda, Fußnote Nr. 8 Seite 9) Diese Information stammt aus der Entnazifizierungsakte – stand also in dieser Form erst nach dem 2. Weltkrieg zur Verfügung.

Hat man nicht wahrgenommen, dass Erich Weniger in seiner Dissertation (1921) über ‚Rehberg und Stein‘ über die ‚Bedeutung der Macht im politischen Leben‘ (Weniger: Rehberg und Stein, 1921, S. 22) und die realpolitischen Ansätze des Freiherrn vom Stein, der zwar die Französischen Revolution ablehnt, aber Teile der Ideen z. B. etwa Heeresreform für Preußen übernommen habe, geschrieben hat? Die biographischen Hintergründe der Freundschaft und Entfremdung zwischen August Wilhelm Rehberg und dem Freiherrn vom Stein werden auf dem Hintergrund diskutiert, einerseits an „alte deutsche Verhältnisse“ anzuknüpfen (Weniger: Rehberg und Stein, 1921, S. 21), Ortmeyer schätzt die Wirkungsgeschichte dieser Detail-Studie als eher gering ein, da nur ein kurzer Auszug einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurde. Weniger selbst kommt vor allem in seinen militärpädagogischen Schriften mehrfach auf den Freiherrn vom Stein als Militärreformer zurück. Die Schriften entstanden auch erst nach seiner Zeit als Präsident beim Weltbund.

Wie hat man in seiner Habilitation „Die Grundlagen des Geschichtsunterrichts“ im Jahr 1926 die von ihm dargelegte Auffassung verstanden, die das Verhältnis welches Kindern zur Geschichte haben und haben können diskutieren. Bei der Auswahl des Stoffs postulierte er den Vorrang des politischen Geschehens vor der kulturellen Geschichte. Er vertrat die Auffassung, es sei das „Recht der Geschichte (…) ein nationales Bildungsmittel zu werden“ (Weniger, Grundlagen, 1926, S. 6). Geschichte steht also im Dienst der Politik und rechtfertigt ihre aktuellen Ziele. Welches Verhältnis sollen Kinder zu so einer geklitterten Geschichte entwickeln?

1952 erschienen ein Sammelband „Die Eigenständigkeit der Erziehung“, mit 42 Aufsätzen, vor allem aus der Zeit der Weimarer Republik – nur ein Aufsatz ist von 1935: „Der pädagogische Streit und die Wirklichkeit der Erziehung“ (Weniger, Erich: Die Eigenständigkeit der Erziehung in Theorie und Praxis. Probleme der akademischen Lehrerbildung, Weinheim ohne Jahr. Diese Aufsätze waren auch schon 1931 zugänglich. Ob sie und wenn ja welche Erkenntnisse für die Einstellung Erich Wenigers bringen könnten, werden weder von Hein Retter noch im Forschungsbericht erwähnt.

Der Kreis um Hermann Nohl hat, folgt man Heinz-Elmar Tenorth, den Begriff Reformpädagogik und die Beschreibung pädagogische Bewegung entscheidend geprägt – zumindest finden sie sich in den Veröffentlichungen aus diesem Zirkel. Bis 1914 waren diese Begriffe weitgehend unbekannt. (Heinz-Elmar Tenorth, Reformpädagogik – Erneuter Versuch, ein erstaunliches Phänomen zu verstehen Antrittsvorlesung. 30. November 1992, Humboldt-Universität Berlin, S. 11)

Es ist daher verständlich, dass Erich Weniger von 1931 – 1933 in der konstituierenden Sitzung 1931 Weltbundes für Erneuerung in der Erziehung (WEE), der deutschen Sektion des World Education Fellowship (WEF), Vorsitzender wurde. Auch die weiteren Mitglieder im Vorstand waren aktiv in die Reformpädagogik verwickelt.

Es lässt sich erkennen, dass alle Mitglieder das Interesse des Kreises um Herman Nohl – ihn eingeschlossen – teilten: die vielfältigen Veränderungen im schulischen Bereich sollten als ‚Reformpädagogik‘, als ‚Neue Pädagogik‘ wahrgenommen werden, die sich von der ‚Alten Pädagogik‘ – der des Kaiserreiches – deutlich absetzte.

Ob damals schon zu erkennen war, dass Erich Weniger auch noch andere, den Zielen des Weltbundes widersprechende Interessen hatte, die Militärpädagogik, ist nicht bekannt. Zu dem Urteil: „Erich Weniger begrüßte – ohne dass er NSDAP-Mitglied war – vor allem auf der Basis eines deutschen Nationalismus und Militarismus trotz dieses oder jenes Vorbehalts begeistert das NS-Regime und stellte seine Konzeptionen in seinen Dienst.“ (Ortmeyer, Benjamin (2008), S. 7) kam ja erst der Forschungsbericht von 2008.

Hein Retter formuliert es so:

„An die Stelle der ‚Militärs‘ setzt Weniger das ‚Soldatentum‘, das durch den Krieg und das Erleben des Krieges geformt wird. So gesehen wird man Weniger besser gerecht, wenn man statt von Militärpädagogik von Kriegspädagogik spricht:

Fronterlebnis
‚Es war doch schön und es soll nicht umsonst gewesen sein…‘ (Weniger, 1920)“

Wer den ganzen Beitrag von Hein Retter lesen möchte, kann ihn Erich Weniger als Militärpädagoge von der Seite der TU Braunschweig >> Punkt 3: Reformpädagogik, Diktatur, Demokratie als PDF herunterladen.

Die Fellowship bzw. der Weltbund wollte einen weiteren Krieg verhindern, und hatte sich dezidiert einer demokratischen Erziehung verschrieben.

Der eklatante Widerspruch zwischen dieser Bewertung und einem entsetzlichen Krieg mit (geschätzt) bis zu 40 Mio. Toten weltweit, mit den verstörenden Erfahrungen wie dem Gaskrieg, bei dem ca. 112.000 t Giftgas eingesetzt wurden und bei dem z.B. beim Einsatz von Senfgas durchaus ins Kalkül gezogen wurde, dass pflegeaufwändige Schwerverletzte die Gegenseite mehr belasten als Tote. Oder dem Grabenkrieg mit an dauerhaften und befestigten Frontlinien, an denen Millionen von Soldaten in einen sinnlosen Kampf verstrickt waren, nur um unter ungeheuerlichen Verlusten winzige Geländegewinne zu erzielen, dem Luftkrieg bei dem ‚Bomber‘ erstmals eingesetzt wurden, dem Seekrieg, mit der größten Seeschlacht der Weltgeschichte mit sinnlosen Opfern ohne eine Entscheidung herbeizuführen. Mit neuartigen Waffen wie der Maschinenpistole, die auch ‚Grabenfeger‘ genannt wurde oder Panzern …

Die deutsche Sektion der World Education Fellowship, des Weltbundes für Erneuerung der Erziehung wurde 1931 neu gegründet. Die Initiatoren waren Elisabeth Rotten und Karl Wilker. Der Weltbund angetreten, um durch die Erziehung Völkerverständigung zu erreichen, eine ‚Befähigung zum Frieden‘ zu erreichen.

Im ersten Heft der Zeitschrift: ‚Die Internationale Erziehung‘ Januar 1920 wurden Botschaften abgedruckt, hier ein Auszug:

Johann Gottfried Herder wurde im ersten Beitrag von Elisabeth Rotten zitiert:

„Das Göttliche in unserm Geschlecht ist Bildung zur Humanität …, sie ist der Schatz und die Ausbeute aIIer menschlichen Bemühungen, gleichsam die Kunst unsres Geschlechts. Die Bildung zu ihr ist ein Werk, das unablässig fortgesetzt werden muß; oder wir sinken, höhere und niedre Stände, zur rohen Tierheit, zur Brutalität zurück.“ (Briefe zur Beförderung der Humanität. 24 Brief)

1919 schrieb G. Lowes Dickinson, Professor am King’s College, Cambridge (England):

„Für den Plan Ihrer ‚Internationalen Erziehungsrundschau‘ habe ich die wärmste Sympathie, wie sie jeder haben muß, der der Überzeugung ist, daß die Welt vor der Wahl, zwischen endgültiger Zerstörung oder Wahrung und Weiterführung der Zivilisation steht, und daß das Heil einzig in der wechselseitigen Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den verschiednen Völkern der Welt liegt. (…) Sie (die Erziehung, Einfügung JG) hat es vermocht, wie wir Übergenug gesehen haben, den Geist einer Nation sich selbst zu entfremden, indem sie ihr das falsche Ideal des bloßen Nationalismus unterstellt. Wie viel mehr muß sie fähig sein, an Stelle dessen jene universalen Ideale zu pflegen, die keiner Nation besonders, sondern der Menschheit angehören.“ (Auslassung im Original)

Aus seinem Buch: „After the War“ („Nach dem Kriege“), London 1915 wurde ein längerer Abschnitt eingerückt (hier ein Teil davon):

„Der Adel eines Volks liegt nicht in seiner Befähigung zum Krieg, sondern in seiner Befähigung zum Frieden . . . Das haben alle Menschen von tiefer Seelenkenntnis gewußt, nicht nur die Religionsstifter, sondern auch die weltlichen Lebenskünder. Virgil, Dante, Goethe, Shelley haben Frieden nicht weniger gepredigt als Jesus Christus oder Franz von Assisi oder George Fox. Und Friede ist nicht nur ein negatives Ideal, er ist die Voraussetzung für alle positiven …

Und ich hoffe. Ich hoffe, weil ich an die Jugend glaube. An sie wende ich mich nun. Euch, Ihr jungen Menschen, war es durch ein tragisches Schicksal gegeben, mit Euren Augen zu sehen und mit Euren Ohren zu hören, was der Krieg wirklich ist.“ (Auslassung im Original)

Paul Natorp, Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Marburg schrieb:

„Von der Gesundung der geistig-sittlichen Beziehung von Volk zu Volk hängt die Gesundung der wirtschaftlichen und politischen Wechselbeziehungen ebenso wesentlich ab, wie sie umgekehrt auf diese angewiesen ist. Aussichtslos ist daher jedes Bestreben auf Einigung der Völker, das nicht bis auf diesen letzten Grund zurückgeht und alle Kräfte aufruft, die von innen her der zu einer gefährlichen
Höhe gewachsenen gegenseitigen Blindheit und Taubheit und daher Fühllosigkeit und Feindschaft der Völker entgegenarbeiten können. Daher wird letzten Grunds alle Arbeit auf eine Einigung der Völker im zweiten Sinne „pädagogisch“ sein müssen; nicht im Sinne einer von außen heranzubringenden Verstandesaufklärung oder Moralpredigt oder künstlerischen oder religiösen Einwirkung. Die Aufgabe ist vielmehr die ernstere einer innersten Umwandlung der ganzen Stellung von Mensch zu Mensch, ja der ganzen Auffassung des Menschendaseins auf Erden, seines Sinns und Zwecks …

Ich sehe überhaupt keine Hoffnung, wenn es nicht gelingt, durch die bittre Schule der Not … zu erkennen, daß anders als in freier, gegenseitig fördernder Zusammenarbeit, auf die Dauer keiner mehr zu einem lebenswerten Leben auf Erden kommen kann, daß aber ein solches förderndes Zusammenarbeiten nur möglich ist auf Grund eines bessern gegenseitigen Verstehens und guten Willens.
Marburg, August 1919.“ (Auslassung im Original)

Jane Ellen Harrison, L. L. D. D. Litt. Fellow and Lecturer am Newnham College, Cambridge, England. Korrespondierendes Mitglied des K. K. Arch. Instituts schrieb 1919:

„Ich hab die gute Nachricht des Plans einer Internationalen Erziehungsrundschau erhalten und kann es mir nicht versagen, Ihnen zu schreiben, wie warm ich dieses Unternehmen begrüße. Wenn ich es recht verstehe, so ist das Ziel dieser neuen Blätter, die Völker einander näherzubringen in gemeinsamer Hinwendung zu einem neuen Erziehungsideal. Dieses neue Ideal bedeutet nicht die Aufprägung irgendwelcher überlieferter Formen oder Lehren; es will vielmehr zur freien Entfaltung innerster Anlagen verhelfen. Es will versuchen, anstatt die Jugend in eine Sphäre der Verneinung und Zerstörung hineinzustellen, das Schaffen zu Ihrem Lebenselement zu machen; es will statt der Lust an Erwerb und Besitz sie mit Freude an persönlicher Schöpferkraft durchglühen. Diese Schöpferkraft wird, so dürfen wir hoffen, allmählich äußre Disziplin, Zwang und Rivalität überflüssig machen. Eine Welt von Schaffenden und Gestaltenden, das war im Altertum das „höchste Gut“ des Aristoteles; eine solche Welt ist das neue Jerusalem, nach dem unsre Zeit verlangt. Und wir hoffen und glauben, daß der Bau dieser Stadt das Werk der zur Bruderschaft erwachten Völker sein wird.
Newnham College, Cambridge, 30. November 1919.“

Die Zitatenreihe ließe sich fortsetzen.

Über den Widerspruch zwischen den Aussagen von Erich Weniger und den Bekenntnissen des Weltbundes zum Frieden und zur Völkerverständigung auch durch Erziehung kann nicht hinweggesehen werden.

Hein Retter stellt in seinem Beitrag eine Reihe von Gedanken und Fragen vor. War Erich Weniger Antisemit? Wie war seine Einstellung zum Pazifismus? Kann der Tod auch nur eines Menschen irgendeinen Krieg – aus welchem Grund und mit welcher Begründung auch immer – rechtfertigen?
Der erste Jahrgang von 1920 Der Zeitschrift: ‚Internationale Erziehungsrundschau‚ kann hier eingesehen und als PDF von der Internetseite des Weltbundes heruntergeladen werden.

Auch aus späterer Zeit ist nichts erklärendes zu berichten:

„Von Erich Weniger wurden zweifelhafte Rechtfertigungsideologien, angepaßt an die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse, als Mittel eingesetzt, um den Krieg zu legitimieren. Die Opfer an Zerstörung und Menschenleben, die dafür zu erbringen sind, wurden entweder als „heldenhaft“ hervorgehoben oder als sachlich notwendig betrachtet; die Vermeidung von Krieg als moralische Pflicht ist bei Weniger in jener Zeit, in der er sich mit der nationalsozialistischen Führung arrangierte, um an als Betreuungs- und NS-Führungsoffizier der Wehrmacht tätigsein zu können, nicht vorfindbar. Die Realität der Opfer spielte allerdings auch schon vor 1933 für ihn eine untergeordnete Rolle. (…)

Angesichts eines weiteren globalen (Atom-)Krieg, dessen Gefahr noch keineswegs abgewendet ist, fragt Hein Retter:

„Was kann man heute von einem Pädagogen halten, der die Kriegsverherrlichung auf die Spitze treibt, indem er die ‚Wirklichkeit des Krieges‘ als unabdingbar hinstellt für die Formung des Volkes ‚als politische Kraft‘ (Kriegeserinnerung Kriegserfahrung, 1935) – und sich auch nach 1945 keineswegs distanziert hat von früheren Grundüberzeugungen?“ (Auslassung im Original)

Auch der Forschungsbericht der Johann Wolfgang Goethe-Universität von 2008 zeichnet kein freundlicheres Bild.

Watanabe, Takanobu (2004): Erich Weniger als Vorsitzender der deutschen Sektion des „Weltbundes für Erneuerung der Erziehung“, in: Jahrbuch für historische Bildungsforschung, 10. Jg., S. 217–233

Lebenslauf von Erich Weniger – Präsident des Weltbundes von 1931 – 1933

Dieser tabellarische Lebenslauf findet sich im Nachlass von Erich Weniger bei der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Erich Weniger
* 11.09.1894 – † 02.05.1961

1901 – 1913 Bürgerschule; Kaiser-Wilhelms-Gymnasium Hannover
April 1913 – Juli 1914 Studium in Tübingen
Aug. 1914 Kriegsfreiwilliger (ab Frühjahr 1915: Unteroffizier)
1.1.1918 Leutnant der Reserve
Nov. 1918 Fortsetzung des Studiums in Göttingen
April 1919 – Okt. 1919 Freiwilliger Dienst in der Reichswehr
11.11.1921 Wiss. Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen
1.1.1922 Studienreferendar am Staatlichen Gymnasium Göttingen
20.12.1922 Pädagogische Prüfung
1921 -1925 Leiter der Jugendvolkshochschule Göttingen
24.06.1922 Promotion zum Dr. phil. (bei Karl Brandi)
1.1.1923 – 31.3.1927 Assistent bei H. Nohl am Päd. Inst. der Univ. Göttingen
1925 Mitbegr. der Gilde Soziale Arbeit
1926 – 1930 Mitgl. des Hohenrodter Bundes e.V.
24.07.1926 Dr. phil. habil. (bei H. Nohl )
Juli 1926 – Okt. 1929 Priv.-Dozent an der Univ. Göttingen
seit 1.6.1928 Besoldeter Lehrauftrag für Sozialpädagogik
1.4.1929 – 31.3.1930 Prof. an der Päd. Akad. Kiel (Flitner-Nachf.)
30.10.1929 Umhabilitierung/Priv.-Doz. an der Univ. Kiel
1.4.1930 – 31.3.1932 Prof. und Direktor an der Päd. Akad. Altona
2.12.1930 – 13.2.1933 Lehrauftrag an der Univ. Kiel (Sozialpädagogik)
16.03.1932 Ernennung zum Prof. für Pädagogik
19.3.1932 Direktor der Päd. Akad. Frankfurt a.M.
22.05.1933 Beurlaubung
21.09.1933 Entlassung aus dem Amt
03.06.1933 Umhabilitierung an die Univ. Frankfurt
18.10.1934 Ablehnung der Umhabilitierung
31.3.1936 ohne Planstelle (Studienrat)
31.3.1938 Beurlaubung/ Forschungsarbeiten zur Militärgeschichte
1935 – 1939 Teilnahme an Reserveübungen der Wehrmacht
6.4.1938 Studienrat am Lessing-Gymnasium in Frankfurt a.M.
29.8.1939 Einberufung (Hauptmannes d. Res., ab 1.12.1942: Major d. Res.)
Okt. 1942 – Aug. 1944 im Stab des Generals von Stülpnagel
Sept. 1944 Verlegung nach Göttingen
18.6.1945 Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft
1.10.1945 – 31.12.1948 kommisarisch eingesetzer Prof. für Pädagogik
8.2.1946 Direktor der PH Göttingen
09.09.1948 Entnazifizierung
1.1.1949 – 1961 Direktor des Päd. Sem. der Univ. Göttingen
Frühj. 1952 Berater und Gutachter im Amt Blank
Juli 1955 – März 1958 Mitgl. des Personalgutachterausschusses für die Streitkräfte
Mitte 1958 Mitgl. des Beirates für Fragen der Inneren Führung
Dez. 1953 – Mai 1961 Mitgl. des Dt. Aussschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen
1958 Mitgl. des Ausschusses für Schul-und Bildungssoziologie
Sept. 1945 – 1960 Mithrsg. der Zs. Die Sammlung
1956 – 1961 Hrsg. der Göttinger Studien zur Pädagogik

Erich Weniger und seine Präsidentschaft beim Weltbund

Von 1931 bis 1933 war Erich Weniger Gründungs-Präsident der deutschen Sektion der New Education Fellowship, des Weltbundes für Erneuerung der Erziehung. Nach dem 1. Weltkrieg gründete sich die Fellowship um einen Grundgedanken möglichst nachhaltig in der ‚Neuen Erziehung‘ zu Verankern: Die jungen Menschen sollten im Geist der Völkerverständigung erzogen werden. Wenn – so war das Kalkül – sich die Völker besser kennen lernten, wenn über die Grenzen hinweg Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen würden, so würden die Chancen auf einen neuen Weltkrieg drastisch sinken. Für ‚die da Oben‘ würden es schwieriger werden eine Feindschaft zwischen Völkern so aufzubauen, herbeizureden, zu steuern, dass nur noch ein Waffengang entscheiden könne. Die ‚Erzfeindschaften‘ mit Franzosen und Russen: „Jeder Stoss ein Franzos‘, jeder Schuss ein Russ'“ sollten dadurch begraben werden, dass Franzosen, Russen, Deutsche, Engländer, … auf Grund von persönlichen Verbindungen – von Mensch zu Mensch – zu Menschen anderer Nationalitäten durch solche dumm-dreisten Sprüche nicht mehr beeindruckt werden würden. Einen Freund aus Frankreich oder Russland würde man nicht mehr mit einem ‚freudigen‘ Stoss hinmetzeln oder mit ‚Begeisterung‘ abknallen wollen und können.

Der zweite Weltkrieg zeigte, dass die Menschen in Europa noch nicht immun gegen solche Überlegungen ihrer Volkslenker waren.

Nach dem 2. Weltkrieg haben Konrad Adenauer und Charles de Gaulle diesen Gedanken aufgegriffen und zur Chefsache gemacht. Die Verständigung zwischen den Menschen beider Völker, zwischen Deutschen und Franzosen die sich in beiden Kriegen erbittert zerfleischten, wurde Realität. In aufwendigen Programmen wurden gemeinsam Kriegsgräber gepflegt, Schüleraustausch durchgeführt, wirtschaftliche Beziehungen geknüpft. Die Aktivitäten zeigten großen Erfolg. Heute sieht in unseren Nachbarn, den Menschen in Frankreich niemand mehr den Erzfeind.

Es soll nun nicht die Geschichte der Völkerverständigung aufgearbeitet werden, sondern der Frage nachgegangen werden, warum eine so aufgestellte Vereinigung wie die Fellowship in Deutschland ausgerechnet einen Menschen zum Präsidenten gekürt haben, für den der erste Weltkrieg alles in Allem ein ’schönes‘ Erlebnis gewesen ist, das auch nicht umsonst gewesen sein sollte. Einen Menschen, der diesen Grundgedanken der Fellowship für sich nicht nachvollzogen hat, der als ‚Militärpädagoge‘ auch nach dem 2. Weltkrieg für die Wiedereinführung einer Streitmacht in Deutschland das Wort geredet hat.

All diese Äußerungen von Erich Weniger sind bei Hein Retter schon 1988 nachzulesen. Sein Beitrag zu Erich Weniger steht daher hier im Blog, in dem er einige Reflexionen zum Thema Erich Weniger und die Militärpädagogik bei einem Erich-Weniger-Symposium in Gifhorn wiedergibt. In diesem Beitrag sind auch die Äußerungen von Erich Weniger nach dem 2. Weltkrieg aufgelistet.

Es hat lange Jahre gedauert, bis der Weltbund für Erneuerung der Erziehung sich dazu durchgerungen hat, sich mit dem Beitrag von Hein Retter und weiteren Forschungsergbnissen zu Erich Weniger auseinanderzusetzen. Hein Retter selbst hat auch zum Demokratieverständnis der damaligen Zeit Stellung genommen. Es müssten hier aber auch Beiträge stehen, die weitere Begriffe beleuchten: Nation, Krieg, Soldatentum, …

Hier können Sie nun diese Gedanken von Hein Retter selbst nachlesen – sie stehen auch auf auf der Seite der TU Braunschweig als zur Verfügung Hein Retter TU Braunschweig >> Downloadtexte >> Punkt 3: REFORMPÄDAGOGIK, DIKTATUR, DEMOKRATIE Aufsatz 1: Reformpädagogik und Demokratiebewusstsein Weimarer Verfassung und Antidemokratismusdiskussion.

Es soll nicht Erich Weniger reingewaschen oder in Schutz genommen werden. Es geht auch nicht um einen aktuellen ‚Persilschein‘, um eine Rechtfertigung seiner Position. Es ist einfach nur der Versuch mit den Fakten die Erich Weniger mit seinen Äußerungen und seiner Präsidentschaft beim Weltbundes 1931 geschaffen hat, heute in der deutschen Sektion der Fellowship, im Weltbund im Vorstand tätig zu sein.

Ebenso findet sich in diesem Blog auch ein Lebenslauf von Erich Weniger, gefunden auf dem Server der niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen im Nachlass von Erich Weniger.

Zum Forschungsbericht der Johann Wolfgang Goethe-Universität, von Benjamin Ortmeyer (2008): Erich Weniger und die NS-Zeit, Frankfurt/M., wurde ein Link gesetzt.

Neue wiss. Arbeit: Elvira Tschense: Narzissmus und Selbstinszenierung …

Elvira Tschense (2016): Narzissmus und Selbstinszenierung in Social Media – Zeit für einen Perspektivwechsel der Nutzung?!, Heidelberg

Der Beitrag steht als Kurzfassung mit Einleitung, Zwischenfazits und Schlussfazit, als PDF und als Volltext zur Verfügung. Mit dieser Möglichkeit besteht die Option, ihn in alle Sprachen des Translators übersetzen zu lassen.

Schwerpunkt der Arbeit ist die Auseinandersetzung – mit der von Jugendlichen (auch von jungen Erwachsenen, aber auch Menschen jeden Alters) – oft genutzten Möglichkeit, ein sog. ‚Selfi‘ – ein selbst erstelltes Foto von sich – über die Sozialen Medien – z.B. Facebook – zu veröffentlichen.